Spyren-Portrait

Wie kaum ein anderer Vogel ist der Mauersegler vorzüglich an sein Luftleben angepasst mit seiner spindelförmigen Gestalt, den schmalen Flügeln und einem breiten Schnabel. Nahrungs- und Nistmaterialsuche finden in rasantem Flug statt. Ja selbst die Paarung wurde schon «in der Luft» beobachtet. Sogar ausgeruht wird in der Nacht langsam fliegend in warmen, auftsteigenden Luftströmungen. Der Spyr, wie der Mauersegler im Volksmund auch genannt wird, fällt vor allem abends auf, wenn er in Gruppen mit über 100 Stundenkilometern laut rufend um die Hausdächer jagt. Der Ausdruck Spyr stammt aus dem Mittelhochdeutsch und bedeutet unter anderem Spitze, was treffend auf seine Flügelform hinweist.

Jedes Jahr kehrt der Mauersegler an den einmal gewählten Nistplatz aus seinem Winterquartier in Südafrika zurück. Hohe Häuser, Brücken und Kirchtürme sind seine bevorzugten Brutorte. Oftmals brüten mehrere Paare im selben Dach in Hohlräumen unter Ziegeln, auf dem Unterdach oder in Rollladenkästen. Vor allem das Weibchen brütet in 18-20 Tagen 1-4, meist 2-3 weisse Eier aus. Diese sind langgestreckt und elliptisch geformt.

Sind die Jungvögel geschlüpft bleiben sie lange in der Bruthöhle, nämlich 5-8 Wochen. Dies ist notwendig, da der Mauersegler nach dem Ausfliegen voll flugfähig sein muss. Ende Juli, Anfang August beendet er sein dreimonatiges, kurzes Gastspiel in Europa und fliegt zurück in den Süden Afrikas.

Weitere vertiefte Informationen zu den Mauerseglern sind auf der Webseite der Vogelwarte Sempach zu finden.

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